Tarifanpassung zum 01. August 2010

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Steigerung beträgt meist nur wenige Cent pro Fahrt

Informationen zu dem ab 01. August geltenden Tarif gibt es in den aktuellen Publikationen des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). Online heißt es:

1,5 Cent mehr als bisher kostet Wochen-, Monats- und Abokartenbesitzern ab August eine Einzonenfahrt mit Zug, Bus oder Tram im MDV. Bei Zeitkarten für mehrere Zonen ist es pro durchfahrener Zone jeweils 1 weiterer Cent mehr pro Fahrt, der zu zahlen ist. Nutzer von Einzel- und Tageskarten bekommen ihre Tickets bis auf wenige Ausnahmen hingegen auch künftig zu den heute gültigen Preisen. Damit setzen wir unsere Strategie fort, die Einstiegspreise für bisherige Nicht- oder Gelegenheitsnutzer niedrig halten zu wollen. Zudem lassen wir zum zweiten Mal in Folge auch Kinderfahrkarten bei einem Tarifwechsel preislich unverändert, um weiterhin familienfreundliche und sozialverträgliche Tarife anzubieten. Wir sind uns der sozialen Verantwortung im Hinblick auf die Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzlage vieler Privathaushalte und der Kaufkraft insgesamt bewusst und wollen deshalb die Preissteigerung so gering wie nur irgend möglich halten. Begünstigend wirkt hier unter anderem, dass der Energie- und Kraftstoffmarkt zur Zeit relativ stabil ist. Deshalb in diesem Jahr völlig auf eine Tarifanpassung zu verzichten, ist allerdings nicht möglich. Das System Nahverkehr bewegt sich in Mitteldeutschland weiterhin in einem schrumpfenden Gesamtmarkt: Immer weniger Einwohner – und damit potenzielle Fahrgäste – wollen mit einem gleich guten Verkehrsangebot versorgt werden. An vielen Stellen ziehen sich zudem die Besteller des straßengebundenen Nahverkehrs finanziell weiter zurück. Von den in den Verbund integrierten Verkehrsunternehmen wird erwartet, dass sie mehr Mittel selbst erwirtschaften und die derzeitige Kostendeckung von durchschnittlich 68% weiter erhöhen. Auch laufende und zum Teil bereits abgeschlossene Tarifverhandlungen für die Nahverkehrsbeschäftigten sind bei der Preiskalkulation genauso zu berücksichtigen, wie der Ausgleich der Inflationsrate von zwei Prozent. So stehen wir vor dem Spagat, das Bestmögliche aus den Rahmenbedingungen zu machen. Mit einer weitestgehend auf den Zeitkartensektor fokussierten und deutlich unter den Steigerungen vergangener Jahre liegenden Preisanpassung wird uns dies gelingen. Uns ist bewusst, dass damit hauptsächlich unsere Stammkunden etwas mehr zahlen müssen. Letztlich halten wir aber genau für diese tagtäglich das umfangreiche Angebot mit über 100 Regionalzügen, mehr als 700 Bussen und knapp 200 Straßenbahnzügen vor. Damit wir dazu auch künftig in der Lage sind, halten wir eine Preissteigerung von 1,5 Cent pro Fahrt und Tarifzone für vertretbar. Rund zwei Drittel der ca. 500.000 Fahrgäste, die Busse und Bahnen im Verbund täglich nutzen, sind Zeitkartenbesitzer. Nur über das Verteilen auf einer Vielzahl von Schultern ist es uns möglich, mit einer derart geringen Tarifsteigerung die erforderlichen Mehrerlöse von 2 Mio. Euro zu erwirtschaften. Würden wir den Fehlbetrag über Anheben der Einzelfahrkartenpreise erwirtschaften wollen, müssten wir deutlich höhere Preissprünge ansetzen.

» weitere Informationen unter www.mdv.de
» die neuen Tarife in der Übersicht pdf-icon (358 KB)

05.02.2012 • 21:10 Uhr

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